Weiterer Punkt im Steirer-Duell
Spielbericht
Kapitän Jürgen Heil kehrte nach Sperre in die Startelf zurück. Zudem starteten auch Mijic, Prokop, Demir und Diarra von Beginn an. Die von ständigem Regen begleitete Partie nahm gleich in den Anfangsminuten richtig Fahrt auf. Der vermeintliche Führungstreffer für die Gäste durch Cipot wurde wegen knapper Abseitsstellung (Ferse war vorne) nach VAR-Intervention aberkannt (6.). Quasi im Gegenzug das 1:0 für unseren TSV. Einen schnell vorgetragenen Konter vollendete Edeltechniker Dominik Prokop nach feinem Zuspiel von Donis Avdijaj mit einem sehenswerten Heber über Goalie Wiegele. Der TSV in der Folge spielbestimmend, Heil, Markus & Co. hatten alles unter Kontrolle ohne aber gefährlich zu werden. Es war wieder Prokop, der beinahe auf 2:0 erhöhte (36.), im Gegenzug der Ausgleichstreffer für die Grazer. Lichtenberger mit dem Zuspiel auf Cipot, der Komposch aussteigen ließ, Sallinger umkurvte und einschoss. Vor der Pause fanden beide Mannschaften noch Chancen vor. Lichtenberger schoss auf Seiten des GAK drüber (40.), Patrik Mijic fand in Schlussmann Wiegele eine Minute später seinen Meister. Nach Seitenwechsel gab es wenige Höhepunkte, die Partie plätscherte dahin, bei unseren Hartbergern merkte man, dass das Cupfinale ansteht, die letzten Prozente in den Zweikämpfen, das Risiko eine rote Karte zu kassieren, fehlte, was aber nur allzu verständlich ist. Dennoch hatte die Schmid-Elf viel Ballbesitz und ließ keinen Chancen zu. Im Finish wäre beinahe noch der Lucky-Punch geglückt. Donis Avdijaj hatte das Siegestor in der 83. Minute am Fuß, Wiegele reagierte glänzend und parierte. Zwei Halbchancen fanden ebenso nicht den Weg in das Tor.
Der Klassenerhalt ist rechnerisch noch nicht unter Dach und Fach, doch die Ausgangsposition und die Lage dennoch sehr gut. Daher können sich Heil, Kainz & Co. voll und ganz auf das Highlight des Jahres, das Highlight der Klubgeschichte, das UNIQA ÖFB Cup Finale konzentrieren. #forzatsv #nevergiveup
Stimmen zum Spiel
Manfred Schmid
Hartberg-Cheftrainer
„Wir haben das Spiel kontrolliert, zwei Fehler gemacht, für einen sind wir bestraft worden. Wir hätten gewinnen können, im Großen und Ganzen war das eine ordentliche Leistung. Wir wollten nach dem Spiel nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Das Cupfinale ist natürlich etwas Besonderes, aber das Ganze ist nichts wert, wenn du dann verlierst. Wir wollen auch gewinnen.“
Ferdinand Feldhofer
GAK-Trainer
„So kann es weitergehen. Beim ersten Tor (wg. Abseits nicht gegeben, Anm.) habe ich mich nicht getraut zu feiern. Aber ich freue mich heute über zwei Tore. Es hat das erste Mal aus dem Spiel heraus geklingelt. Ich habe vor dem Spiel gesagt, der Knoten muss platzen. Vielleicht ist er jetzt geplatzt. Die Truppe zerreißt sich jeden Tag für den Verein. Wenn man so agiert, werden wir die Klasse auch halten.“
Dominik Prokop
TSV-Torschütze
„Wir können mit dem Unentschieden auf jeden Fall besser leben als der GAK. Wenn uns wer vor den zwei Spielen gesagt hätte, dass wir vier Punkte holen, hätten wir es unterschrieben. Wir sind natürlich auch heute mit dem Ziel in das Spiel gegangen, es zu gewinnen. Wir haben es verabsäumt richtig gefährlich zu werden, obwohl wir schon ein Chancenplus hatten. Der Punkt geht so auch in Ordnung.“
Infos zum Spiel
TSV Egger Glas Hartberg 1:1 (1:1) Grazer AK
ADMIRAL Bundesliga 2024/25 | 28. Runde | Freitag, 25. April 2025
Profertil Arena, Hartberg, 3.376 Zuseher | SR Spurny (Wien)
Tore:
1:0 Prokop (9.)
1:1 Cipot (36.)
Hartberg: Sallinger – Heil, Komposch, Omoregie – Kovacevic, Diarra (61./Kainz), Markus, Demir – Propkop (72./Drew), Mijic (72./Havel), Avdijaj (86./Hoffmann)
GAK: Wiegele – M. Jovicic, Filipovic (46./Tikvic), Kreuzriegler – Frieser, Perchtold (62./Maderner), Fofana, Italiano – Jano (61./Satin), Cipot (77./Rosenberger), Lichtenberger
Gelbe Karten: keine bzw. Lichtenberger
Fotos: GEPA pictures | TSV Hartberg