Verdienter Heimsieg gegen Rapid

Der TSV Egger Glas Hartberg gewinnt das Topspiel der 21. Bundesliga-Runde gegen den SK Rapid verdient mit 2:1. Ein turbulenter Fußballabend mit einem Happy End für unsere Mannschaft. Das Spiel wurde aufgrund von Ausschreitungen im Rapid-Sektor mit 45 Minuten Verspätung angepfiffen, doch unser Team ließ sich von diesen unschönen Szenen nicht aus dem Konzept bringen. Der Matchplan wurde konsequent durchgezogen und am Ende darf man sich nach Toren von Elias Havel und Muki Huskovic über den ersten und auch verdienten Bundesliga-Sieg im Jahr 2025 freuen. Obwohl unsere Blau-Weißen durch die Ergebnisse in den anderen Stadien die Meistergruppe nun nicht mehr erreichen kann, war es dennoch ein starkes Ausrufezeichen und ein wichtiger Motivationsschub für die kommenden Aufgaben. Es war bereits der achte Sieg gegen Rapid in der Bundesliga, der dritte Erfolg zuhause und das Gesetz der Serie mit wechselnden Siegern seit fünf Duellen setzt sich somit fort.
 

„Man hat gesehen, dass bei uns ein richtiges Team auf dem Platz gestanden ist, wo einer für den anderen gelaufen ist.“

Manfred Schmid

TSV-Cheftrainer

Spielbericht

Den Aufreger des Nachmittags gab es bereits vor dem Spiel, da es noch während der Aufwärmphase zu heftigen und schweren Ausschreitungen im Rapid-Sektor kam. Unschöne Szenen, die man in einem Fußballstadion definitiv nicht sehen möchte. Die Austragung des Spiels stand auf der Kippe. Nur durch sehr gutes Zusammenwirken aller Beteiligten wurde ein Spiel möglich, der Anpfiff verzögerte sich um 45 Minuten. Weniger aufregend war die erste Halbzeit, in der man außer Ungenauigkeiten und Fehlpässen auf beiden Seiten wenig zu sehen bekam. Auch Torchancen waren Mangelware. Die besten Gelegenheiten hatten Böckle durch einen Weitschuss in der 18. Minute für Rapid und Huskovic auf Seiten des TSV, der aber aus aussichtsreicher Position in der 42. Minute nur das Außennetz traf.

Deutlich mehr geboten bekamen die rund 4.500 Fans in der gut gefüllten Profertil Arena dann in der zweiten Halbzeit. Hauptverantwortlich dafür war eine starke TSV-Elf, die zusätzlich zu einer bereits davor kompakten Abwehrleistung nun auch noch offensiv gefährlich wurde und Rapid dadurch zu Fehlern zwang. Hedl ließ einen Schuss von Avdijaj nur abprallen und Havel sorgte mit einem Lupfer für die vielumjubelte Führung (49.). In Minute 56 hätte Havel sogar auf 2:0 stellen können, doch Ahoussou fälschte den Schuss von der Strafraumgrenze noch ab. Torjubel gab es dann wieder in der 74. Minute. Avdijaj hatte viel Platz und Zeit auf der rechten Seite und flankte unbedrängt. Huskovic stand goldrichtig und sorgte aus kurzer Distanz für das 2:0. Es dauerte bis zur 85. Minute, bis Rapid erstmals richtig gefährlich wurde. Ein weiter Ball ging an Freund und Feind vorbei und landete vor den Füßen von Jansson, der von der TSV-Defensive ein wenig übersehen wurde, der mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte für den Anschlusstreffer sorgte. Einen kurzen Aufreger gab es dann in der Schlussphase noch. Nach einer Wurmbrand-Flanke und einem Kara-Kopfball zappelte der Ball erneut im Netz. Allerdings stand der Rapid-Angreifer klar im Abseits und der vermeintliche Treffer wurde vom Schiedsrichterteam zu Recht aberkannt.

Dann passierte nichts mehr. Nach 95 Minuten beendete Schiedsrichter Gishamer den sehr langen Fußballnachmittag und der Jubel im Stadion kannte keine Grenzen mehr. Vielen Dank an alle TSV-Fans für euren zahlreichen Besuch und für die tolle Stimmung im Stadion. Wir freuen uns auf 5 weitere Heimspiele gemeinsam mit euch in der finalen Phase der Meisterschaft. Nun gilt es, das große Ziel Klassenerhalt schnellstmöglich unter Dach und Fach bringen, um dann weiter nach vorne schauen zu können. #forzatsv #nevergiveup

Stimmen zum Spiel

Manfred Schmid

Hartberg-Cheftrainer

„Man hat gesehen, dass bei uns ein richtiges Team auf dem Platz gestanden ist, wo einer für den anderen gelaufen ist. Wir haben in der ersten Hälfte kaum etwas zugelassen, waren auch in der zweiten Hälfte immer gefährlich und haben das Gott sei Dank gut über die Runden gebracht. Wir sind heute über die Basics gekommen. Ich habe immer gesagt, dass für die Top Sechs sehr viel zusammenpassen muss. Natürlich sind wir nicht glücklich darüber, nicht in der Meistergruppe zu sein, aber die Mannschaft arbeitet jede Woche mit 100 Prozent. Das ist eine tolle Truppe.“

Robert Klauß

Rapid-Trainer

„Das war zu wenig. Wir müssen mehr Energie aufs Feld bringen. Dass wir am Donnerstag gespielt haben, ist völlig egal. Es war bei uns zu wenig Stimmung und Leben auf dem Platz. Wir haben nicht miteinander versucht, das Team in die richtige Richtung zu bringen. In solchen Spielen muss man die Basics bringen, zum Beispiel Sprints und Zweikämpfe, aber das haben wir nicht getan. Jetzt liegt der Fokus einmal auf Donnerstag, da wollen wir unbedingt weiterkommen. Wir müssen klar konstatieren, dass nur wenige Spieler in Topform sind.“

Elias Havel

TSV-Spieler

„Es war für uns in den letzten Wochen nicht leicht, deshalb bin ich jetzt einfach nur überglücklich. Für mich, dass ich endlich wieder ein Tor gemacht habe, aber ganz besonders für die gesamte Mannschaft, den Staff und den Verein. Respekt an alle, dass wir das so auf den Platz gebracht haben. Ich finde, dass das eine richtig starke Leistung von uns war. Heute haben alle an einem Strang gezogen.“

 

Infos zum Spiel

TSV Egger Glas Hartberg 2:1 (0:0) SK Rapid

ADMIRAL Bundesliga 2024/25 | 21. Runde | Sonntag, 09. März 2025
Profertil Arena, Hartberg, 4.488 Zuseher | SR Gishamer (Salzburg)

Tore:
0:1 Gkezos (69.)
1:1 Huskovic (85.)

Hartberg: Sallinger – Heil, Komposch, Karamatic – Demir, Kainz, Avdijaj (85./Drew), Markus, Pfeifer – Huskovic (81./Diarra), Havel (70./Mijic)

Rapid: Hedl – Bolla (75./Radulovic), Schöller (48./Ahoussou), Raux-Yao, Böckle – Borkeeiet (75./L. Grgic), Sangare – Schaub (46./Wurmbrand), M. Seidl (59./Kara), Jansson – Beljo

Gelbe Karten: Karamatic, Havel, Pfeifer bzw. Sangare, Bolla, Borkeeiet, Beljo, Klauß (Trainer)

 

 

Fotos: GEPA pictures | TSV Hartberg