Sieg-Hattrick! Stadion perfekt eingeweiht
Spielbericht
Am Vortag wurde noch asphaltiert, geschraubt, geputzt und alles vorbereitet, damit zum Heimauftakt gegen Aufsteiger Ried alles in neuen Glanz erstrahlt. Resümee? Die umgebaute Heimstätte ist ein Schmuckkästchen, hat Charme, Flair und kann nun auch Fußballstadion bezeichnet werden. Die Hartberger Festung, der Hartberger Hexenkessel wurde mit dem Heimsieg perfekt eingeweiht. Doch alles der Reihe nach. Für den Auftakt überlegten sich die Fanklubs etwas Besonderes. Eine rund 60-Meter-Choreo über die gesamte Südtribüne beeindruckte alle. Ein Banner mit der Aufschrift „Die Götter befahlen, ihr Tempel soll in neuem Glanz erstrahlen“ wurde von Tempelsäulen und glänzenden in Blautönen gehaltenen Zetteln umrahmt. Beeindruckend. DANKE Hartberger, auch für die lautstarke Unterstützung unserer Mannschaft. 189 Tage nach dem letzten echten Hartberger Heimspiel nahm die Profertil Arena ihren Betrieb wieder auf und mehr als 3.000 TSV-Fans waren trotz eisiger Temperaturen mit dabei und heizten unserem Team ordentlich ein.
Zum Sportlichen. Lukas Fridrikas spielte anstelle des Gesperrten Marco Hoffmann. Zudem kehrte Jürgen Heil nach dem krankheitsbedingten Ausfall in Wolfsberg zurück in die Startelf. Dominik Prokop nahm vorerst auf der Bank Platz. Der TSV startete gleich gut in die Partie. Fabian Wilfinger mit der starken Spieleröffnung und dem langen Ball in die Tiefe. Elias Havel tauchte erstmals an diesem Abend vor dem Rieder Tor auf, traf zunächst nur das Außennetz. Auf der Gegenseite hatte Bajic aus aussichtsreicher Position die Chance. Traf aber den eigenen Mitspieler. Nach gut 20 Minuten die Hartberger Führung. Bajic stieg im Strafraum dem aufgerückten Maxi Hennig auf den Fuß, klare Sache – Elfmeter. Elias Havel, TSV-Torjäger vom Dienst, ließ Ried-Keeper Leitner keine Chance und verwandelte staubtrocken (22.). Bei einem Schuss von Kapitän Jürgen Heil nach einer halben Stunde war der steirische Torhüter im Dienste der Oberösterreicher aber zur Stelle. Eine ausgeglichene Partie, in der auch Ried versuchte offensiv Akzente zu setzen. Die größte Möglichkeit der Gäste fand Abwehrhüne Havenaar vor, dessen Kopfball TSV-Schlussmann Tom Ritzy Hülsmann überragend parieren konnte (43.). Halbzeitpause.
Nach der Pause machte der TSV schnell alles klar. Bilderbuchkonter! Heil und Kainz beförderten das Spielgerät mit wenigen Kontakten zügig nach vorne. Elias Havel mit dem Tempodribbling zur Mitte und dem Auge für Lukas Fridrikas, der technisch sauber das Leder ins linke Eck versenkte. 2:0! 56 Minuten waren gespielt. In der Folge ließen Spendlhofer, Wilfinger & Co. defensiv gar nichts zu, standen kompakt und die Hartberger waren Tor Nummer drei näher als Ried dem Anschlusstreffer. In der 64. Minute beinahe das 3:0. Jürgen Heil mit dem weiten Abschlag über das halbe Feld. Havel hatte aus großer Distanz nach einem Leitner-Ausflug das leere Tor vor sich, schloss gleich ab und verfehlte das Tor ganz knapp. Schade! Danach war die Partie sehr kampfbetont mit wenigen Höhepunkten. Maart schoss für die Gäste über das Tor in den Hartberger Nachthimmel. In der 86. Minute packte Benjamin Markus den Hammer aus. Der wuchtige Schuss des Slowenen schrammte durch die starke Abwehr von Andreas Leitner knapp über die Latte. Die letzte Torchance im Spiel hatte Ried, die es hauptsächlich über hohe Bälle und Einwürfe versuchten. Aber Mutandwa köpfte aus kurzer Distanz am rechten Eck vorbei. Nach 94 Minuten beendete SR Barmaksiz das Spiel und zeitgleich setzte auch der Schneefall ein. Jubel, Trubel, Heiterkeit im TSV-Lager. „So ein Tag so wunderschön wie heute“, tönte aus den Boxen. Anschließend wurde gefeiert und der dritte Sieg in Serie genossen. 22 Punkte nach 14 Runden sind definitiv eine Ansage!
Stimmen zum Spiel
Manfred Schmid
Hartberg-Cheftrainer
„Die Jungs haben das heute richtig gut gemacht. Es war ein Kampfspiel, weil gegen Ried der Ball oft in der Luft ist, sie große, kopfballstarke Spieler haben. Wir waren sehr, sehr effizient, einer hat für den anderen gekämpft – so wie schon in den vergangenen Wochen. Wenn man die Serie anschaut, mit neun Spielen und nur einer Niederlage, dann denkt man nicht an Hartberg, sondern an Sturm Graz oder andere. Umso schöner ist es, dass wir es sind. Das ist im Moment die Mannschaft der Stunde.“
Maximilian Senft
Ried-Trainer
„In der ersten Hälfte war ich mit der Energie am Platz nicht zufrieden. Wie wir aus der Pause rausgekommen sind, war gut. Dann haben wir das 0:2 eigentlich aus dem Nichts bekommen. Die spielentscheidenden Momente waren aufseiten der Hartberger. Wir liegen in der Torschussstatistik etc. vorne, aber darum können wir uns nichts kaufen. Natürlich können wir im gegnerischen Sechzehner die Dinge schon besser fertig spielen und die eine oder andere Chance nutzen, effizienter und sauberer spielen.“
Elias Havel
TSV-Torschütze
„Unglaublich! Es läuft gut, drei Siege hintereinander. Ich bin einfach froh, dass wir heute super abgeliefert haben und die nächsten drei Punkte einfuhren. Meine Mannschaft hilft mir extrem. Ohne die, könnte ich nicht diese Leistungen bringen. Und der Trainer gibt mir viel Vertrauen. Wir setzen vermehrt auf das Umschaltspiel, das kommt mir auf jeden Fall zugute. Ich könnte aber noch die eine oder andere Chance mehr reinmachen. Es war eine tolle Stimmung im Stadion. Unsere Fans haben richtig Gas gegeben. Riesenlob auch an die gesamte Mannschaft, wie wir das verteidigt haben.“
Lukas Fridrikas
TSV-Torschütze
„Ich freue mich, dass ich endlich von Beginn an spielen durfte und das bei der Stadioneröffnung. Das ganze mit einem Tor zu krönen, ist sehr schön für mich. Es hat sich sehr gut angefühlt am Platz und die Stimmung im Stadion war sensationell.“
Infos zum Spiel
TSV Egger Glas Hartberg 2:0 (1:0) SV Oberbank Ried
ADMIRAL Bundesliga 2025/26 | 14. Runde | Samstag, 22. November 2025
Profertil Arena – Hartberg, 3.057 Zuseher | SR Barmaksiz (Wien)
Tore:
1:0 Havel (22./Elfmeter)
2:0 Fridrikas (56.)
Hartberg: Hülsmann – Kovacevic, Vincze, Spendlhofer, Wilfinger, Hennig – Heil (90./Diarra), Markus, Kainz – Havel (94./Prokop), Fridrikas (72./Mijic)
Ried: Leitner – Havenaar, Sollbauer, Steurer – Bajic, Maart, Mayer (75./Sane), Pomer (86./Wernitznig) – Bajlicz (75./Scherzer), Mutandwa, Van Wyk
Gelbe Karten: Heil, Fridrikas bzw. Havenaar, Pomer, Sane, Bajic, Senft (Trainer)
Fotos: GEPA pictures | TSV Hartberg