Verdiente 0:3 Nieder­lage gegen Rapid

Auch im zweiten Meistergruppenspiel geht der TSV Egger Glas Hartberg leer aus. Wir verlieren am Ostersonntag gegen den SK Rapid verdient mit 0:3. Sportlich war es ein Tag zum Vergessen. Ein schnelles Gegentor, viele Fehlpässe, sehr wenig Gefahr in der Offensive, es hat einfach nichts zusammengepasst. Die Phase zwischen Minute 10 und 40 war ordentlich, jedoch konnten unsere Blau-Weißen den Gegner nie unter Druck setzen. Somit geht auch die stolze Heimserie nach acht Spielen in der Profertil Arena Hartberg in Folge ohne Niederlage zu Ende. Das war schlichtweg zu wenig. Nächste Chance, kommenden Sonntag in Klagenfurt. 

„Es war im Großen und Ganzen zu wenig. Ein katastrophaler Start nach zwei Minuten, wir haben völlig geschlafen. Wir waren nicht am Platz. Wir haben zu viele Gegentore bekommen und waren in der Offensiver zu mager, zu mau.“

Paul Komposch

TSV-Spieler

Spielbericht

Vor einer gut besuchten Profertil Arena nahm Trainer Markus Schopp zwei Änderungen in der Startelf vor. Ruben Providence startete anstelle von Maximilian Fillafer und Michael Steinwender ersetzte den Gesperrten Ibane Bowat. Doch bereits nach wenigen Augenblicken lief der TSV einem Rückstand hinterher. Die Gäste aus Hütteldorf starteten mit viel Druck und Dynamik in die Partie, überrumpelten unsere Mannschaft. Isak Jansson prüfte in der ersten Spielminute Tormann Raphael Sallinger, der mit einer überragenden Fußabwehr glänzte. Nach zwei Minuten ein leichtfertiger Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, Rapid kombinierte sich über links flüssig und sehenswert in den Strafraum, Marco Grüll versenkte ohne Probleme zur frühen Führung für Rapid. In der Folge kam die Schopp-Truppe etwas auf, doch mit Ausnahme zweier Halbchancen gelang wenig, es fehlte auch der Elan und die Konsequenz im Spiel nach vorne. Die Pässe und Flanken in die gefährliche Zone waren zu ungenau. In der 31. Minute entschärfte Hedl einen Schuss aus spitzem Winkel von Donis Avdijaj. Ein weiterer Versuch von Maximilian Entrup wurde von Kongolo geblockt (36.). Der TSV war gefühlt besser im Spiel, nützte aber auch den Rückenwind nicht, hätte das ein oder andere Mal aus guter Position knapp außerhalb des Strafraums den Abschluss suchen können. In der 41. Minute die Vorentscheidung. Eine Flanke von links blockte Paul Komposch unglücklich mit der Hand. Nach VAR-Intervention und On-Field-Review entschied das Schiedsrichterteam völlig richtig auf Elfmeter, den Marco Grüll ins linke Eck verwandelte. Raphael Sallinger erriet zwar die Ecke, der Schuss aber zu platziert.

Nach der Pause erhöhte Rapid kurz den Druck, ein weiterer Treffer gelang vorerst aber nicht. Danach flachte die Partie ab, plätscherte dahin. Man hatte das Gefühl, der TSV konnte nicht, Rapid wollte und brauchte nicht mehr zusetzen. Auch der immer stärker werdende Wind machte es nicht einfacher für beide Mannschaften. In der 80. Minute machte Rapid mit dem 0:3 den Deckel drauf. Nach einer Kombination über mehrere Stationen bediente Ex-Hartberger Christoph Lang dem Mann des Nachmittags, Marco Grüll, der aus rund zehn Metern zum Endstand einschoss und mit einem Triplepack zum Matchwinner der Klauß-Elf avancierte. Unsere Mannschaft war immer wieder einen Schritt zu spät. Im Finish sah Donis Avdijaj Gelb-Rot, die zweite Gelbe war (ebenso wie der gelbe Karton gegen Pfeifer) sehr fragwürdig, da nicht einmal ein Foul zu sehen war und Avdijaj den Gegner nicht getroffen hat. Tat am Spielausgang aber nichts zur Sache. Auf der Gegenseite hatte Mayulu die große Chance auf einen weiteren Treffer, der nicht mehr gelang.

Stimmen zum Spiel

Markus Schopp

Hartberg-Trainer

„Wenn man so auftritt wie wir dieses Mal, passiv in das Spiel hineinstarten, dazu ein schnelles Tor kassieren, keinen Zweikampf gewinnen, letztendlich auch die Torgefährlichkeit komplett vermissen lassen, kann man natürlich kein Spiel gewinnen. Unsere Leistung war heute absolut unzureichend. Wir wissen, dass wir Qualität haben, aber wir haben sie leider nicht auf den Platz gebracht, und das ist entscheidend. Es waren doch zu viele Spieler in der Mannschaft, die heute nicht an ihre Leistungsgrenze herangekommen sind. Es war ein Resultat, dass glaube ich, sehr wichtig für uns war.“

Robert Klauß

Rapid-Trainer

„Ich wusste, dass es in Hartberg schwer wird. Ein schnelles Tor, wie es uns heute gelungen ist, hilft natürlich immer. Es ist uns dann gut gelungen, hinten dicht zu machen, wir sind kompakt gestanden und haben es auch gut verstanden, mit einem guten Spiel von hinten heraus den Hartbergern immer wieder wehzutun. Der Gegner hat es nicht geschafft, uns in irgendeiner Phase richtig unter Druck zu setzen, so muss man sagen, dass wir das Spiel jederzeit nach der schnellen Führung im Griff gehabt haben.“

Paul Komposch

TSV-Spieler

„Es war im Großen und Ganzen zu wenig. Ein katastrophaler Start nach zwei Minuten, wir haben völlig geschlafen. Wir waren nicht am Platz. Wir haben zu viele Gegentore bekommen und waren in der Offensiver zu mager, zu mau.“

Maximilian Entrup

TSV-Spieler

„Ich weiß nicht, die wievielte Partie es ist, in die wir mit einem Rückstand in den ersten fünf, zehn Minuten hineinstarten. Das macht es umso schwieriger. Danach haben wir unser Gesicht gezeigt, bis zum 0:2 hat es gut gepasst. Doch es scheitert im Frühjahr im letzten Drittel, wo der Ball zu ungenau wird, zu ungenau kommt. Das müssen wir schleunigst ändern. Heute war es im Allgemeinen viel zu wenig.“

 

Infos zum Spiel

TSV Egger Glas Hartberg 0:3 (0:1) SK Rapid

Admiral Bundesliga 2023/24 | 24. Runde | Sonntag, 31. März 2024
Profertil Arena – Hartberg, 4.482 Zuseher | SR Jäger (Salzburg)

Spielhighlights: #HTBSCR-Highlights

Torfolge:
0:1 Grüll (3.)
0:2 Grüll (43./Elfmeter)
0:3 Grüll (80.)

Hartberg: Sallinger – Heil (82./Brückner), Komposch, Steinwender, Pfeifer – Diakite (46./Kainz) – Providence (63./Frieser), Avdijaj, Sangare, Prokop (78./Fillafer) – Entrup

Rapid: Hedl – M. Oswald (84./Kasanwirjo), Querfeld, Kongolo, Auer – Sattlberger (89./Kerschbaum), Grgic – Lang (89./Zivkovic), Seidl, Jansson (72./Seydi) – Grüll (84./Mayulu)

Gelbe Karten: Heil, Pfeifer, Entrup, Avdijaj, Sangare bzw. Sattlberger

Gelb-Rote Karte: Avdijaj (87./Foul)

 

Fotos: GEPA pictures | TSV Hartberg