Souveräner 4:0-Sieg in Lustenau

Mit dem höchsten Bundesliga-Auswärtssieg der Vereinsgeschichte setzt unser TSV den aktuellen Höhenflug weiter fort….


Der TSV Egger Glas Hartberg feiert bei Austria Lustenau einen auch in dieser Höhe absolut verdienten 4:0-Auswärtssieg. Knapp 70% Ballbesitz, 18:4 Schüsse (7:0 aufs Tor), 10:2 Eckbälle sprechen eine klare Sprache. Endlich gelang auch der erste Bundesliga-Sieg gegen die Vorarlberger. Für die Treffer sorgten Donis Avdijaj, Dominik Frieser und 2x Maximilian Entrup. Letzterer meldete sich nach langer Verletzungspause eindrucksvoll zurück. Es ist die perfekte Motivationsspritze für die kommenden schweren Aufgaben gegen Salzburg (01.11.), Blau-Weiß Linz (05.11.) und Rapid (11.11.). Form und Stimmung passen, der Hartberger-Höhenflug setzt sich fort.


Das Trainerteam entschied sich für die gleiche Startelf wie vor einer Woche in Graz. Die größte Änderung gab es auf der Bank, denn Torjäger Maximilian Entrup stand nach seiner Rückenverletzung nach acht Wochen Pause endlich wieder im Kader.

Gleich zu Beginn hatten die in Orange spielenden Hartberger mehr vom Spiel. Die erste Topchance schon nach vier Minuten. Eine gutes Zuspiel von Kapitän Jürgen Heil wurde von Mätzler an die eigene Stange abgefälscht. Dann kam Lustenau aufgrund unnötiger Fehlpässe des TSV zu zwei Gelegenheiten, aber ein Schuss von Fridrikas ging mehrere Meter vorbei (12.) und der letzte Pass von Surdanovic war zu ungenau (14.). Danach übernahmen die Steirer endgültig das Kommando, hatten das Spiel unter Kontrolle und drängten auf den Treffer. Christoph Lang mit der super Möglichkeit, sein Schuss schrammte knapp am langen Eck vorbei. Lang kam wenig später aus spitzem Winkel erneut zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz (23.). Dann ging ein Schuss von Prokop hauchdünn am Tor vorbei (33.). Minute 36: Die längstfällige und verdiente Führung. Eine tolle Kombination über mehrere Stationen. Am Ende legte Prokop auf Lang ab und dieser brachte den Ball zu Donis Avdijaj, der aus kurzer Distanz das 1:0 erzielte. Ein Tor, das an die früheren Hallencup-Zeiten erinnerte. Tiki-Taka auf engem Raum. Dann der Negativ-Höhepunkt der ersten Halbzeit. Ein brutaler Einstieg von Lustenau-Kapitän Grabher gegen Sangare, der dafür zurecht vom guten Schiedsrichter Achim Untergasser mit Rot vom Platz geschickt wurde. (44.).

Nach der Pause ein ähnliches Bild wie in der ersten Halbzeit. Die Hartberger ließen den Ball laufen und Lustenau verteidigte. Nachdem Lustenau-Torhüter Schierl zuerst einen Avdijaj-Schuss noch parieren konnte (53.), gelang wenig später das erlösende 2:0. Nach einem Doppelpass mit Prokop landete der Ball wieder bei Dominik Frieser, der unhaltbar ins lange Eck abschließen konnte (59.). Es folgte dann eine Geschichte, wie sie nur der Sport schreibt. Maximilian Entrup gab nach mehr als acht Wochen Verletzungspause sein Comeback. Und nur sechs Minuten nach der Einwechslung zappelte der Ball schon im Netz. Sangare hebelte mit einem tollen Zuspiel die gesamte Abwehr aus und Entrup vollstreckte zum 3:0. Doch dem nicht genug. Ein Zuspiel von Frieser landet vor den Beinen von Entrup, der mit dem rechten Fuß eiskalt den Doppelpack schnürte (83.). Danach passierte nichts mehr und der TSV spielte den höchsten Bundesliga-Auswärtssieg der Vereinsgeschichte souverän nach Hause. Auf schwierigem, sehr holprigem Geläuf schafften es unsere Blau-Weißen trotzdem immer wieder gute Kombinationen aufzuziehen, Ungenauigkeiten in der finalen Ausführung verhinderten weitere (mögliche) Treffer. Doch nicht nur die Offensive war am heutigen Sonntagnachmittag gut drauf, auch die Hartberger Defensive ließ nichts zu und Tormann Raphael Sallinger musste kein einziges Mal eingreifen.


Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Das war von der ersten Minute an sehr gut, wir hätten uns früher belohnen müssen für den Aufwand. Mit dem Tor und der Roten Karte hat sich alles geöffnet, dann haben wir das richtig gut nach Hause gespielt. Wir hätten das eine oder andere Tor mehr machen müssen. Wir entwickeln uns richtig gut. Aus allen Spielen haben wir viel mitgenommen, auch heute. Darauf können wir aufbauen und Ideen weiter entwickeln, da sind wir richtig weit. Die Mannschaft glaubt daran und bestätigt das mit einer Abgebrühtheit. Aber es ist schon noch Luft nach oben..“

Markus Mader (Lustenau-Trainer): „Ich kann die Fans zu 100 Prozent verstehen, sie wollen endlich mal einen Heimsieg feiern. Das haben wir leider wieder nicht geschafft. Es war eine klare Rote Karte, dann ist es schwer, wenn du 0:1 hinten bist, gegen so eine starke Mannschaft wie Hartberg zu zehnt was auszurichten. Jedenfalls werden wir weiterarbeiten, weiterkämpfen, versuchen, das Boot in die richtige Richtung zu steuern. Momentan fehlt das Selbstvertrauen, woher soll es auch kommen. Ich merke, wie die Jungs während der Woche mitziehen. Wenn sie die Schnauze voll hätten von mir, würden sie nicht solche Trainingsleistungen abrufen und mit Spaß trainieren. Ich denke schon, dass ich noch Zugang habe.“

Maximilian Entrup (Doppeltorschütze): „Von der ersten bis zur letzten Minute absolut verdient gewonnen. Die Mannschaftsleistung steht über allem. Aber natürlich freut es mich so zurückzukommen. Überragend, fast perfekt! Verdienter Sieg und verdiente drei Punkte.“

Dominik Frieser (Torschütze): „Es ist Zeit geworden, dass wir gegen Lustenau gewinnen. Anfangs war es eine schwere Partie, die Platzbedingungen waren sehr schlecht, aber wir haben uns reingekämpft. Mit dem 1:0 und der roten Karte war die Sache quasi gegessen. Gott sei dank haben wir gleich das 2:0 nachgelegt und unsere Qualitäten ausgespielt. Nach zwei Assists ist es auch für mich wieder Zeit geworden für einen Treffer, der tut sehr gut. Ich hoffe, ich kann so weitermachen.“


Admiral Bundesliga 2023/24 | 12. Runde | Sonntag, 29. Oktober 2023

SC Austria Lustenau 0:4 (0:1) TSV Egger Glas Hartberg

Reichshofstadion – Lustenau, 4.100 Zuseher | SR Untergasser (OÖ)

Tore:
0:1 Avdijaj (36.)
0:2 Frieser (59.)
0:3 Entrup (66.)
0:4 Entrup (83.)

Spielhighlights: #ALUHTB-Highlights

Lustenau: Schierl – Gmeiner, Moltenis, Mätzler, Berger (46./Anderson) – Tiefenbach (70./J. Schmid), Grabher – Bobzien (70./Cisse), Surdanovic, Diaby (46./Rhein) – Fridrikas (46./Baden Frederiksen)

Hartberg: Sallinger – Heil, Komposch, Bowat, Pfeifer (79./Fillafer) – Diakite (69./Halwachs) – Frieser, Lang (59./Entrup), Sangare (69./Kainz), – Prokop (59./Providence) – Avdijaj

Gelbe Karten: Gmeiner bzw. Avdijaj, Pfeifer, Entrup
Rote Karte: Grabher (44./ Foul)

Fotos: GEPA pictures | TSV Hartberg