Niederlage in Unterzahl im Lustenau

Eine bittere 5:1 Niederlage nach mehr als 70 Minuten in Unterzahl gab es zum Saisonabschluss beim Gastspiel in Lustenau…


Mit dem 2:0 Heimsieg in der Vorwoche gegen Ried erarbeitete sich der TSV Egger Glas Hartberg in Lustenau ein „Endspiel“ in Lustenau um die Teilnahme am ligainternen Europacup-Playoff. Doch die Krönung eines insgesamt starken Frühjahrs bleibt uns aufgrund einer verdienten 5:1 Auswärtsniederlage in Lustenau verwehrt. Damit geht die 5. Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte zu Ende.

Der TSV war am Freitagabend leider unterlegen, konnte selten agieren und musste meist reagieren, zeigte nicht das Gesicht, das die Truppe zeigen hätte sollen. Auch wenn die Niederlage schmerzt und die Leistung am heutigen Tag sicherlich nicht gut war, so muss man am Ende doch das Positive der letzten Wochen und Monate hervorheben. Denn das ganz große Saisonziel, der Klassenerhalt, wurde souverän erreicht! An dieser Stelle nochmal ein ganz großes DANKE an alle Fans für die Unterstützung der letzten Wochen, in denen wir gemeinsam etwas geschafft haben, dass uns viele nicht mehr zugetraut haben. Wir wünschen euch allen einen schönen und erholsamen Sommer und sehen uns hoffentlich im Juli wieder, wenn der TSV Egger Glas Hartberg in seine 6. Bundesliga-Saison startet! #forzatsv #nevergiveup


Markus Schopp musste im Vergleich zum Heimsieg in der Vorwoche einige Änderungen vornehmen. Dadurch rückten Avdijaj, Gollner, Tadic und Diakite in die Startformation. Die ersten beiden Chancen gehörten den Gastgebern, die deutlich aktiver in die Partie kamen. Zuerst ging ein Anderson-Schuss nach super Pass hinter die hoch stehende TSV-Abwehr knapp am Tor vorbei (11.), dann entschärfte Sallinger einen Diaby-Schuss von der Strafraumgrenze (12.). Zwei Minuten später das verdiente 1:0 für Lustenau. Surdanovic schickte (nach kapitalem Fehlpass im Spielaufbau) Fridrikas, der flach ins rechte Eck einschieben konnte. In der 20. Minute bereits die Vorentscheidung im Spiel. Nach einem Pass in die Tiefe kommt Anderson aus abseitsverdächtiger Position zum Ball. Pfeifer zog den Brasilianer am Trikot und dieser ließ sich geschickt fallen. Der Ball landete dann im Tor, doch weil SR Weinberger die Szene überraschend bereits vorzeitig abgepfiffen hatte, gab es die rote Karte für den Hartberger wegen Torraub. Den Freistoß von Diaby parierte Sallinger stark, ehe Tadic den Nachschuss gerade noch vor der Linie klären konnte. Und es kam noch bitterer. Nach einer schrecklich missglückten Abwehraktion bekam Berger im Strafraum freistehend den Ball, nahm das Geschenk dankend an und erhöhte auf 2:0 (32.). Nach dem 3:0 durch Fridrikas (40.), der einen weiteren unnötigen Ballverlust ausnutzen konnte, nahm Markus Schopp noch einen Dreifachwechsel vor der Halbzeitpause vor (43.). Lustenau dominierte und kombinierte nach Belieben und bekam immer viel zu viele Räume angeboten und Hartberg mit wenig Gegenwehr.

In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit stand die TSV-Defensive etwas besser. Doch direkt nach 52. Minuten der nächste Rückschlag. Diakite spielte bei einem Zweikampf im Strafraum klar den Ball, doch da dies von Weinberger übersehen wurde und auch der VAR vermutlich schon im Urlaub war, gab es ein Elfmetergeschenk für Lustenau, welches Diaby zum 4:0 verwertete. Daraufhin plätscherte das Spiel dahin. In der 72. Minute vergab Surdanovic eine gute Möglichkeit, 5 Minuten später konnte Lustenau-Keeper Schierl einen wuchtigen, aber unplatzierten Kriwak-Schuss abwehren. Das Ehrentor für die Steirer gab es aber dann doch noch. Nach einer Frieser-Ecke gelangte der Ball über Umwege zu Donis Avdijaj, der aus wenigen Metern unhaltbar zum 1:4 traf (79.). Den Schlusspunkt setzten aber wieder die Gastgeber. Ein Freistoß aus gut 30 Meter wurde an die zweite Stange verlängert, wo Schmid per Kopf auf 5:1 stellte. Am Ende ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg der Lustenauer, die heute in allen Belangen klar die bessere Mannschaft waren.


Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Vielleicht war der Kessel nicht mehr so am Dampfen, wie er dampfen hätte sollen. Wir haben es dem Gegner von der ersten Minute an sehr einfach gemacht, mit der Roten Karte war das Spiel gelaufen. Wir haben aber aus dem Frühjahr viel rausgeholt. Lustenau hat es sich aufgrund der ganzen Saison verdient, dass sie dort sind, wo sie sind. Sie hätten viel früher viel höher führen müssen.“

Markus Mader (Lustenau-Trainer): „Es war beeindruckend, wie meine Mannschaft aufgetreten ist und wie gierig sie auf den Sieg war. Der Sieg war absolut verdient, auch in dieser Höhe. Die Mannschaft ist geil darauf, noch eine Woche Fußball zu spielen.“


Admiral Bundesliga 2022/23 | 32. Runde | Samstag, 13. Mai 2023

SC Austria Lustenau 5:1 (3:0) TSV Egger Glas Hartberg

Reichshofstadion Lustenau, 4.300 Zuseher | SR Weinberger (Wien)

Spielhighlights: Highlights #ALUHTB

Tore:
Torfolge:
1:0 Fridrikas (15.)
2:0 Berger (32.)
3:0 Fridrikas (40.)
4:0 Diaby (52./Elfmeter)
4:1 Avdijaj (79.)
5:1 Schmid (86.)

Lustenau: Schierl – Gmeiner, Maak (60./Grujcic), Hugonet, Berger (78./Adriel) – Grabher (65./Rhein), Tiefenbach – Anderson (60./Motika), Surdanovic, Diaby – Fridrikas (78./Schmid)

Hartberg: Sallinger – Heil (43./Farkas), Sonnleitner, Gollner (43./Rotter), Pfeifer – Kainz, Diakite (83./Fadinger) – Frieser, Sangare (60./Klem), Avdijaj – Tadic (43./Kriwak)

Rote Karte: Pfeifer (20.)

Gelbe Karten: keine bzw. Farkas, Diakite

Fotos: GEPA pictures | TSV Hartberg