Historisches 5:0 gegen die WSG Tirol

Der TSV feierte den höchsten Bundesliga-Sieg der Vereinsgeschichte und ballerte sich zu einem richtigen Befreiungsschlag…


WAS FÜR EIN SPIEL! Der TSV Egger Glas Hartberg gewinnt das Retourspiel gegen die WSG Tirol klar und verdient mit 5:0! Standing Ovations vom Hartberger Publikum, Jubel und Freude im TSV-Lager. Ein furioser Start, Spielwitz, tolle Kombinationen, unbändiger Wille, mutiger und sehenswerter Offensivfußball. Ein schöner Fußballnachmittag für die blau-weiße Seele. Verein, Trainer und Spieler waren glücklich über den Spielausgang, doch im selben Atemzug sprechen alle davon, nachzusetzen und keinen Zentimeter nachzulassen, Trainer Markus Schopp brachte es auf den Punkt: „Der heutige Tag soll ein Startschuss sein und nicht der Höhepunkt.“ Der TSV ist seit fünf Spielen ungeschlagen, holte den ersten Heimsieg in der Qualigruppe und konnte die Wattener erstmals seit Februar 2021 besiegen. Gratuliere Jungs!


Das Trainerteam veränderte die Startelf an zwei Positionen. Mario Sonnleiter spielte anstelle des gesperrten Thomas Rotter in der Innenverteidigung, Ruben Providence kehrte nach Gelb-Sperre zurück. Unsere Hartberger zündeten von der ersten Minute weg ein Feuerwerk, starteten furios in die Partie. Tobias Kainz mit dem exzellenten langen Ball auf den schnellen Dominik Frieser, der querlegte und Ruben Providence begleitete den Ball ins leere Tor (6.) 1:0. Vier Minuten später setzte die Mannschaft nach. Mamadou Sangare mit dem weiten Ball auf Donis Avdijaj, der mit dem perfekten Pass zur Mitte Prokop in Szene setzen wollte, doch WSG-Spieler Bacher kam zuvor und grätschte das Leder in den eigenen Kasten, 2:0! Der ganzen Sache traute noch keiner so richtig, daher blieb der TSV am Drücker. Mario Sonnleitner hatte nach einem Freistoß die gute Möglichkeit per Kopf (20.). In der 34. Minute wurde der nächste sehenswerte Angriff belohnt. Und diesmal waren wir auch effizient vor dem Tor! Dominik Prokop mit dem Lochpass auf Ruben Providence, der einen Doppelpack schnürte. Dem noch nicht genug vor der Pause. Zuspiel von Kainz, Providence konnte den Ball an Oswald aber nicht vorbeispitzeln (35.). Die endgültige Entscheidung gab es wenige Augenblicke danach. Bei einem Sangare-Fallrückzieher zog Okungbowa die Hand in die Höhe. SR Lechner sah die Aktion völlig richtig und entschied auf Elfmeter und Gelb-Rot für den WSG-Akteur. Donis Avdijaj verwandelte staubtrocken zum 4:0 nach 39 Minuten.

Auch nach Seitenwechsel zeigte sich Hartberg weiter spielfreudig. In der 53. Minute ließ Behounek das Bein gegen Avdijaj auf der Strafraumlinie stehen. Der Pfiff blieb etwas überraschend aus, auch für den VAR anscheinend keine klare Fehlentscheidung. Doch die TSV-Elf verstärkte weiter die Offensivbemühungen. Avdijaj auf Prokop, dessen Schuss hauchdünn am Tor vorbeischrammte (63.), zwei Minute später durfte sich unsere #27 dann aber auch in die Schützenliste eintragen. Feiner Assist von Tobi Kainz, Prokop schob ein – 5:0! Und der Sieg hätte noch höher ausfallen können. Ein Kriwak-Volley segelte knapp über das Tor (85.) und in der Nachspielzeit die letzte Topchance von Dominik Prokop. Der Flügelspieler stürmte alleine auf das gegnerische Tor und verpasste einen Doppelpack um Zentimeter! Kollektives Lob für diesen ungefährdeten Kantersieg! Nach dem Spiel gab es Standing Ovations auf den Rängen und die Mannschaft konnte gemeinsam mit den großartigen TSV-Fans diesen historischen Tag feiern. #forzatsv #nevergiveup


Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Ich glaube, der Sieg geht heute absolut in Ordnung. Die Mannschaft hat von der ersten Minute an alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Was heute hinzugekommen ist, ist einfach die Tatsache, dass wir uns endlich belohnt haben. Deswegen freut es mich extrem für die Mannschaft, weil es ein verdienter und wichtiger Sieg war für uns. Es ist ein tolles Resultat, aber es kann für mich nur der Anfang sein, wo wir hinwollen. Wir müssen das Ergebnis richtig einordnen. Der heutige Tag soll ein Startschuss sein und nicht der Höhepunkt.“

Thomas Silberberger (Tirol-Trainer): „Natürlich ist eine Leere da. Die ersten zwei Treffer von Hartberg waren Wirkungstreffer. Mit dem dritten Treffer war der Deckel drauf. Die Gelb-Rote spiegelt den gebrauchten Tag wider. Am Ende des Tages war es nur mehr Schadensbegrenzung. Ein absoluter Schlag ins Gesicht. Wer es jetzt nicht checkt, dass wir im Abstiegskampf sind, der checkt es gar nicht mehr. Aber ich warne schon seit Wochen davor. Wir sind heute mental da gescheitert.“

Dominik Prokop (TSV-Torschütze): „Das Wichtigste ist, dass wir uns endlich einmal mit Toren belohnt haben, was uns in den letzten Wochen nicht gelungen ist. Das spricht einfach für die Qualität, die wir in der Mannschaft haben, und der Trainer weiß ganz genau, wie er mit uns Kreativspielern umgehen muss.“

Ruben Providence (TSV-Doppeltorschütze): „Meine letzten Spiele waren nicht so berauschend. Ich wollte diesmal den Unterschied ausmachen. Und zwei Tore sind mir ja gelungen. „

Donis Avdijaj (TSV-Torschütze): „Für mich gibt es eben im Spiel nur ein Gas. Und das ist Vollgas. Egal, ob wir 0:3 hinten liegen oder 5:0 führen. Das war ein guter Erfolg. Wir freuen uns, aber das heißt nicht, dass wir automatisch die nächsten Spiele gewinnen werden. Wir müssen dranbleiben und hart weiterarbeiten. Es waren noch ein paar sehr wichtige und entscheidende Spiele auf uns.“


Admiral Bundesliga 2022/23 | 28. Runde | Samstag, 06. Mai 2023

TSV Egger Glas Hartberg 5:0 (4:0) WSG Tirol

Profertil Arena – Hartberg, 2.125 Zuseher | SR Lechner (Wien)

Spielhighlights: #HTBWSG-Highlights

Tore:
1:0 (6.) Providence
2:0 (9.) Bacher (Eigentor)
3:0 (34.) Providence
4:0 (39.) Avdijaj (Handelfmeter)
5:0 (65.) Prokop

Hartberg: Sallinger – Heil, Sonnleitner, Steinwender, Pfeifer (72./Klem) – Frieser (72./Fadinger), Kainz (72./Horvat), Sangare (59./Diakite), Prokop – Avdijaj, Providence (80./Kriwak)

Tirol: F. Oswald – Rogelj (40./Ranacher), Bacher, Okungbowa, Schulz – Sulzberger, Naschberger (56./Tomic), Blume, Ertlthaler (46./Skrbo) – Sabitzer (78./Forst), Prica (40./Behounek)

Gelbe Karten: Diakite bzw. Okungbowa

Gelb-Rote Karte: Okungbowa (38.)

Fotos: GEPA pictures | TSV Hartberg