Erster Saisonsieg für Amateure, Damen verlieren 0:1
Bann gebrochen
Unsere Amateurmannschaft, der FSC Hochegger Dächer Eggendorf Hartberg Amateure holte den lang ersehnten ersten Saisonsieg. Nachdem die Karner-Truppe gegen Tillmitsch schon sehr knapp dran war, gelang am Samstag der verdiente Heimerfolg gegen den FC Gleisdorf. Mit dem 4:1-Sieg schickte man die rote Laterne nach Gleisdorf. David Korherr glänzte als Doppeltorschütze und liegt aktuell mit fünf Treffern auf Platz zwei der Schützenliste in der Regionalliga Süd Steiermark. Die weiteren Tore erzielten Matthias Schragl und Matthias Postl (Elfmeter). Die Freude und Erleichterung bei allen Beteiligten war spürbar groß. Bereits am Freitag wartet das Bezirksderby auswärts in Lafnitz (02.10., 19 Uhr).
Trainer Markus Karner: „Unsere Mannschaft hat ein inhaltlich großartiges Spiel gemacht über 90 Minuten gegen eine Mannschaft mit spannenden Ansätzen. Bereits unmittelbar nach Anpfiff hatten wir die Möglichkeit in Führung zu gehen. Spielbestimmend und mit hoher Zielstrebigkeit arbeiteten wir an der Führung, die auch kurz vor dem Pausenpfiff gelang! Gleisdorf hatte auch seine Momente, aber ohne wirklich gefährlich zu werden. Die Top-Möglichkeit auf das 2:0 vergaben wir dann nach Wiederanpfiff! Der Ausgleich fiel entgegen dem Spielverlauf!
Unbeeindruckt erhöhten wir die Schlagzahl und legten mit drei Treffern nach! Ein großes Lob an unsere Spieler, die in den letzten Wochen immer wieder Rückschläge einstecken mussten und unbeirrt an den Prozess glauben. Auch dem Verein gebührt ein Dank für die sachliche Einordnung der letzten Wochen! Die Ligastärke ist für uns eine Herausforderung, die wir gerne annehmen – mit dem Wissen, jeden Gegner schlagen zu können.“
TSV HARTBERG AMATEURE 4:1 (1:0) FC Gleisdorf
Tore: Korherr (40., 79.), Schragl (61.), Postl M. (83./Elfmeter) bzw. Loder (54.)
TSV-Aufstellung: Postl – Trummer, Redzic (C), Freund, Gerstl (88./Pohl) – Schellenberger, Laschet (84./Burger) – Onuoha (70./Mauerhofer J.), Postl M. – Korherr (88./Valjevac), Schragl (70./Prasch)
Weiter warten auf 1. Sieg
Die Frauenmannschaft der Spielgemeinschaft Südburgenland/Hartberg musste sich am Sonntag knapp mit 0:1 gegen die Gäste aus Vorarlberg durch einen Strafstoß in der Schlussphase geschlagen geben. Damit warten die Thek-Mädls weiter auf den ersten Sieg in dieser Saison. Es wartet das Auswärtsdoppel gegen den LASK und den GAK.
Trainer Michael Thek ordnet die unglückliche Niederlage ein: „Es ist extrem bitter, wir waren vor der Pause das klar bessere Team und hatten einige Möglichkeiten. Es war eine starke Leistung. Ich denke, Altach weiß nicht, warum sie jetzt drei Punkte haben.“
Nach anfänglichem Druck der Gäste in den ersten Minuten übernahmen die Südburgenländerinnen deutlich das Kommando und fanden auch einige Möglichkeiten durch Schüsse von Emilia Csejtei, Anita Kis oder Valentina Forobosko vor. Einen tollen Schuss der jungen Steirerin drehte Gästetorfrau Stella Busse aus der Kreuzecke. Dann eine Schlüsselszene kurz vor der Pause. Petra Petrovics wird im Strafraum von Busse ins Straucheln gebracht und somit von den Beinen geholt, kann liegend den Ball noch auf Forobosko spitzeln, diese scheitert mit ihrem Schuss aber an Verteidigerin Rittmann, die quasi vorm leeren Tor rettete (41.). Da hätte es auch Elfmeter geben können – oder sollen (?). So blieb es beim 0:0 zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel konnten die Heimischen nicht mehr so viel Druck erzeugen, ließen defensiv aber wiederum ebenfalls wenig zu. Die besseren Möglichkeiten hatten weiterhin die Südburgenländerinnen, aber es sollte nicht sein. Und auch mit keinem Strafstoß, denn als Petrovics Lea Marie Reisinger im Strafraum düpierte, wurde sie von dieser mit beiden Händen am Arm zurückgehalten – doch anstatt des fälligen Elferpfiffs wollte Schiedsrichter Nehrudin Dedic eine „Schwalbe“ gesehen haben und gab dem Foulopfer zu allem Überdruss noch Gelb (56.).
Zweite Halbzeit zeigte er zudem noch eine klare Kartentendenz, denn Fouls oder Kritik bei den Südburgenländerinnen ernteten einen Karton, während er bei Altach mehrfach Gnade vor Recht ergehen ließ. Dann übersah Assistentin Sofiia Dariienko auch noch ein klares Abseits von Petra Mikulica, die alleine in den Strafraum zog, dort von Marie-Kristin Leitner leicht gestreift wurde – Körperkontakt war da – und dann ziemlich (peinlich) wie ein Sack zu Boden ging. Der Schmerz ließ rasch nach, als Dedic auf den Elfmeterpunkt zeigte und war ziemlich vorbei, als Mikulica selbst zum Strafstoß antrat. Südburgenland-Keeperin Dóra Schvirján hatte zwar die Ecke erraten, aber war gegen den Schuss machtlos (77.).
Der Jubel war bei den Gästen klarerweise groß, wurde ihnen doch sehr einfach – nicht vom Gegner, aber vom Unparteiischen Trio – die Führung und letztlich auch der Sieg „serviert“. Die Südburgenländerinnen kämpften trotz Rückstands weiter und hatten auch noch eine weitere Möglichkeit im Finish, doch nach einem Freistoß rasierte Virág Kovacs den Ball im Rutschen und der stieg über das Tor (89.).
Damit blieb ein weiteres Mal der Kampfgeist der Thek-Mädels unbelohnt und statt einem möglichen Sieg folgte eine weitere bittere Niederlage. Am Samstag geht es für Südburgenland/Hartberg zum LASK. „Ich bin überzeugt, dass wir uns bald für unseren Einsatz belohnen. Der LASK ist auf Augenhöhe“, so Thek.
SpG Südburgenland/TSV Hartberg 0:1 (0:0) SCR Altach
Tor: Mikulica (77.)
Startaufstellung: Svirjan – Kis, Forobosko, Beiglböck (C), Leitner, Zimmermann, Cebic, Magyarics, Csejtei, Petrovics, Kovacs
Fotos: TSV Hartberg (1), Michael Strini/Mein Bezirk Oberwart (2-3)