Cupsieg gegen Admira nach Verlängerung

Der TSV fixierte den Einzug in das Pokal-Achtelfinale, der erlösende Treffer gelang in der 103. Spielminute…


Im Cup zählt nur der Aufstieg! Und dieser ist unserem TSV Egger Glas Hartberg gelungen. Gegen Zweitligist Admira mussten unsere Blau-Weißen in die Verlängerung, ehe Tobias Kainz in der 103. Minute mit seinem Treffer für die Erlösung sorgte. Die Schopp-Truppe gewann hochverdient, hatte gefühlt 90% Ballbesitz und rund zehn Topchancen gab es gegen den sehr tief stehenden Gegner. Die Auslosung für das Achtelfinale im UNIQA ÖFB Cup erfolgt am kommenden Sonntag im Rahmen der Sendung „Sport am Sonntag“ im ORF.


Unser Mannschaft übernahm von der ersten Sekunde an das Kommando. Der TSV mit Dauer-Ballbesitz, gegen das Defensiv-Bollwerk der Admira, die mit 10 Mann kompakt im eigenen Drittel standen. Es dauerte rund 20 Minuten bis zur ersten Topchance. Nach einem Ballgewinn ging es blitzschnell, Christoph Lang hatte mit seinem Abschluss Pech und traf nur die Stange. Schade, denn ein früher Führungstreffer hätte den Gegner aus der Reserve gelockt. Die Admira rührte über das gesamte Spiel hinweg „Beton“ an und wartete auf Hartberger Fehler, die aber aufgrund der konzentrierten Leistung nicht passierten. Bei der nächsten Möglichkeit umkurvte Christoph Urdl Tormann Haas, seine Hereingabe aus spitzem Winkel klärte ein Admira Verteidiger zur Ecke, die nichts einbrachte. Ein wahrliches Geduldsspiel bei dem Christoph Lang kurz vor der Pause wieder im Mittelpunkt stand. Zunächst schoss er von der rechten Seite hauchdünn am langen Eck vorbei (42.) und kurz vor der Pause kam der Offensivspieler im Strafraum zu Fall, Elfmeteralarm, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm.

Unverändertes Bild nach der Pause. Der TSV ließ den Ball laufen, versuchte Schnittstellen und Löcher in der Admira Defensive zu finden, doch die Niederösterreicher verschoben weiterhin ihre beiden Abwehrblöcke wie ein Uhrwerk. Nach einer guten Kombination kam Ruben Providence zum Abschluss, schoss aber den Admira-Tormann Haas an (60.). Mit dem Dreifachtausch und der Hereinnahme von Heil, Kainz und Frieser sollte neuer Schwung und Kreativität ins Spiel kommen. Nach einem langen Ball hinter die Kette von Heil übernahm Donis Avdijaj volley, Goalie Christoph Haas mit der Faustabwehr (68.). Drei Minuten später spielte Diakite den perfekten Pass in die Tiefe auf Providence, der aus guter Position am Tor knapp am Tor vorbeischoss (71.), schade! 80. Minute, nächste Chance. Der TSV versuchte unermüdlich Angriff für Angriff aufzubauen, um irgendwann das Defensivbollwerk zu durchbrechen. Diesmal wurde Avdijaj ideal freigespielt, der am langen Eck vorbeizielte. Zwei Minuten später Manuel Pfeifer mit der nächsten Aktion, seinem Schuss aus spitzem Winkel folgte eine Haas-Parade. Mittlerweile fast Chancen im Minutentakt. Abschluss Lang, Parade Haas (84.). In der Nachspielzeit wieder Elfmeteralarm im Admira-Strafraum wegen eines möglichen Handspiels, doch das Schiedsrichterteam ließ erneut weiterlaufen.

In der regulären Spielzeit gelang kein Treffer, es folgte die Verlängerung. Fillafer mit der ersten Chance nach Lang-Zuspiel, drüber (96.). Eine Minute später die erste (!) gefährliche Aktion der Hausherren, doch Komposch klärte zwei Meter vor dem Tor. In der 103. Spielminute war es soweit, die erlösende Führung! Heil setzte sich rechts durch, sein Zuspiel zur Mitte landete im Rückraum bei Tobias Kainz. Der Routinier feuerte einen Distanzschuss ab, der abgefälscht wurde und im Tor landete, YES! Julian Halwachs hätte nach 116 Minuten die Partie auf Eis legen können, wurde völlig alleine vor dem gegnerischen Tor freigespielt, scheiterte aber an Haas. Eine Minute später wurde Raphael Sallinger das einzige Mal im Spiel gefordert. Den Schuss der Pratl-Truppe konnte er mit einer starken Parade entschärfen. Im Gegenzug legte Avdijaj eine Chance drüber. Achtelfinale wir kommen!

Danke auch an unseren Fanklub Blau Weiß Panthers und die rund 100 mitgereisten TSV-Fans für den lautstarken Support und die tolle Unterstützung in der Südstadt!


Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Die Admira hat das heute richtig gut verteidigt. Es ist natürlich nie leicht, wenn eine Mannschaft hinten so dicht steht mit einer Fünferkette und vier weiteren Defensivspielern davor. Trotzdem haben wir eine Vielzahl an Tormöglichkeiten gehabt. Wir hätten es früher entscheiden können, das haben wir nicht, daher war das Spiel bis zum Schluss spannend. Ich bin froh, dass wir uns dann mit dem Tor noch belohnt haben für den Aufwand, den wir heute betrieben haben und verdient in der nächsten Runde sind. Positiv ist für mich auch, dass wir gegen einen Gegner, der das ganze Spiel nur auf Umschaltmomente gewartet hat, bis zur 118. Minute keinen einzigen dieser Umschaltmomente zugelassen haben und trotzdem eine Vielzahl an Chancen kreiert haben. Es war für uns ein sehr interessantes und lehrreiches Spiel.“

Tobias Kainz (TSV-Torschütze): „Das war heute ein Cupspiel wie man es kennt und wie wir es auch erwartet haben. Wir haben unser Spiel eigentlich ganz gut angelegt, hätten es gerne früher entschieden, aber wenn es 120 Minuten braucht, dann ist das eben so. Aufgrund der zahlreichen Chancen und der gefühlt 90 Prozent Ballbesitz war der Sieg sicherlich absolut verdient.“


UNIQA ÖFB Cup 2023/24 | 2. Runde | Mittwoch, 27. September 2023

FC Flyeralarm Admira 0:1 n.V. (0:0; 0:0; 0:1) TSV Egger Glas Hartberg

BSFZ Arena – Maria Enzersdorf, 798 Zuseher | SR Weinberger (Wien)

Tor:
0:1 (103.) Kainz

Hartberg: Sallinger – Brückner (66./Heil), Komposch, Steinwender, Pfeifer (115./Bowat) – Diakite – Urdl (66./Frieser), Lang (106./Halwachs), Sangare (66./Kainz), Providence (90./Fillafer) – Avdijaj

Gelbe Karten: Malicsek, Gruber (Co-Trainer), Keckeisen, Gashi bzw. Kainz

Rote Karte: Schopp (117./Kritik)

Fotos: GEPA pictures | TSV Hartberg