Auswärtssieg fixiert Klassenerhalt

Der 1:0-Erfolg im Ländle gegen Altach macht den Verbleib in der Bundesliga vier Runden vor Schluss perfekt…


Ausgerechnet bei der längsten Dienstreise des Jahres gelang dem TSV Egger Glas Hartberg erneut Großartiges! Mit dem 1:0-Sieg durch ein Sangare-Goldtor fixieren wir frühzeitig den Klassenerhalt und steuern auf die bereits sechste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte zu! Es war insgesamt der 50. Bundesliga-Sieg der Vereinsgeschichte! Unsere Mannschaft ist in richtig guter Form. Mittlerweile sind wir sechs Spiele in Serie ungeschlagen, drei Siege, drei Unentschieden. Erstmals in der Saison konnte ein Sieg bestätigt werden, der Zeitpunkt hätte besser nicht sein können. Nach Schlusspfiff spürte man die Freude und Erleichterung über den Ligaverbleib. Ein absolut verdienter Auswärtssieg. Drei Punkte sind eingefahren und damit ist der TSV, der noch vor wenigen Wochen am Tabellenende stand, plötzlich im Kampf um die ligainternen Europacup-Play-off-Plätze mittendrin statt nur dabei. Doch wir genießen den Moment und feiern das Erreichen des großen Saisonziels, dem Ligaverbleib.

Ein RIESENGROSSES DANKE an die rund 60 mitgereisten Fans und unseren Fanklub Blau-Weiß Panthers für die exzellente Unterstützung von der ersten bis zur letzten Sekunde. Nach Spielende wurde gemeinsam gebührend gefeiert. Chapeau und Gratulation an diese Mannschaft, die seit Wochen konstant starke Leistungen abliefert, Mentalität, Leidenschaft, Spielfreude und Zusammenhalt zeigt und dafür belohnt wurde.


Trainer Markus Schopp musste die Startelf gegenüber dem Tirol-Heimspiel an einer Position ändern. Dominik Prokop (verletzt) wurde durch Lukas Fadinger ersetzt. Der einzige Treffer an diesem Samstagnachmittag gelang in der 13. Minute. Nach einem Kainz-Corner kam der Ball über Providence und Sonnleitner im Strafraum zu Mamadou Sangare, der am schnellsten reagierte und aus kurzer Distanz einschoss. Führung! Fünf Minuten später zappelte der Ball wieder im Netz. Sangare schnürte mit einem Traumtor vermeintlich einen Doppelpack, der Treffer wurde aber wegen einer knappen Abseitsstellung aberkannt. Defensiv stand der TSV kompakt, ließ wenig bis gar nichts zu. Offensiv konnte immer wieder gute Aktionen und Angriffe herausgespielt werden, doch der letzte Pass und die Genauigkeit verhinderten eine höhere Führung. Auch bei der einen oder anderen Kontermöglichkeit wäre definitiv mehr möglich gewesen.

Nach der Pause der TSV weiter dominant und spielbestimmend. Die erste Topchance hatte Sangare, der sich durch die Altach-Abwehr tänzelte und aufs kurze Eck schoss, Casali parierte (55.), Zehn Minuten später hatte Dominik Frieser die Vorentscheidung am Fuß. Kainz auf Providence, dessen Flanke zur zweiten Stange Frieser mit dem Fuß volley über das Tor setzte. Der Kopf wäre wohl die bessere Wahl gewesen. Der TSV vergab gute Möglichkeiten und somit blieb die Partie offen und im Finish spannend. Wenig später war es wieder Frieser, nach guter Vorarbeit über Fadinger/Providence zur nächsten Chance kam, doch Casali wehrte über den Kasten. Die einzig nennenswerte Chance der Hausherren hatte Csaba Bukta in der 81. Minute. Raphael Sallinger war zur Stelle und wehrte den zentralen Volleyschuss ab. Vom Altach-Sektor flog dann auch noch eine Fahnenstange auf das Spielfeld, die zum Glück keinen Spieler traf. Nach 95 Minuten war Schluss. Jubel, Trubel, Heiterkeit im TSV-Lager. Umarmungen, Kabinenparty und das ein oder andere Bier durfte im Stadion und auf der langen Heimfahrt nicht fehlen. VERDIENT! FORZA TSV!


Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Es war ein schwieriges Spiel, wir hatten etwas zu verlieren. Das hat man gespürt. Wir haben uns in den letzten Wochen oft nicht belohnt für den Aufwand. Es ist ein toller, besonderer Moment, wir haben richtig viel investiert und ich freue mich, ein Teil davon zu sein. Jeder, der mich kennt, weiß auch, dass das nur der erste Schritt sein kann. Ich möchte von der Mannschaft die gleiche Leidenschaft haben, um die Ziele zu erreichen, die in der Qualifikationsgruppe noch möglich sind.“

Klaus Schmidt (Altach-Trainer): „Ich kann mir das nur so erklären, dass uns das frühe Tor den Stecker gezogen hat. Dann waren wir wie gelähmt. Wir waren bis zum Pausenpfiff extrem verhalten. Diese Tugenden wie Zweikampfverhalten haben wir vermissen lassen. Wir haben Hartberg nur in den letzten zehn Minuten unter Druck setzen können. Wenn man in so einer Situation ist, dann geht in jedem Spieler wahrscheinlich auch ein bisschen der Respekt und die Angst um. Heute hat sie uns nicht beflügelt, sondern gelähmt. Ried war in den letzten Wochen bis auf die Zähne bewaffnet bereit, alles zu investieren. Das haben wir heute nicht gezeigt. Ich hoffe, dass wir den Regler finden.“

Jürgen Heil (TSV-Kapitän): „Überragendes Gefühl, endlich diesen Rucksack loszuwerden. Dass es schon drei Spieltage vor Schluss passiert, haben wir selber nicht geglaubt. Absolut verdient, auch wenn das Spiel heute von Kampf geprägt war. Wir werden sehr viel Spaß haben beim Heimfahren. Insgeheim hofft jeder, dass er schnell unten weg ist und nach oben den Anschluss findet. Jetzt heißt es die letzten drei Spiele befreit alles rauszuhauen.“

Tobias Kainz (TSV-Spieler): „Eine Riesenerleichterung, dass wir es heute gleich mit dem 1. Matchball fixiert haben. Jetzt freuen wir uns einmal und dann fokussieren wir uns auf die nächsten Aufgaben und schauen nach oben.


Admiral Bundesliga 2022/23 | 29. Runde | Samstag, 13. Mai 2023

Cashpoint SCR Altach 0:1 (0:1) TSV Egger Glas Hartberg

Cashpoint Arena – Altach, 4.137 Zuseher | SR Altmann (Tirol)

Spielhighlights: Highlights #ALTHTB

Tor:
0:1 Sangare (13.)

Altach: Casali – Ja. Jurcec (46./Abdijanovic), Strauss, L. Gugganig, Ndiaye (77./Edokpolor), Herold – Zwischenbrugger (64./Ju. Jurcec), Haudum (81./Aigner) – Bischof (64./Bukta), Nuhiu, Balic

Hartberg: Sallinger – Heil, Sonnleitner, Steinwender, Pfeifer (92./Klem) – Avdijaj, Kainz, Sangare (76./Diakite) – Frieser (76. Horvat), Providence (85./Rotter), Fadinger (76./Kriwak)

Gelbe Karten: Edokpolor bzw. Heil, Avdijaj, Sallinger

Fotos: GEPA pictures | TSV Hartberg